Über mich
Mein Weg zur großformatigen Malerei begann mit einem konkreten Impuls: einem handgefertigten Geschenk. Als ich dabei das erste Mal mit der Rakel auf der Leinwand arbeitete, entwickelte sich aus dieser Idee sehr schnell eine feste, tägliche künstlerische Praxis.
Das Arbeiten im Atelier ist für mich ein stark physischer Prozess. Die Rakeltechnik steht im ständigen Dialog zwischen bewusst gesetzter Steuerung und dem Zulassen von Kontrollverlust. Über den Druck der Hände, den Winkel des Werkzeugs und die Konsistenz der Pigmente bestimme ich den ersten Farbauftrag. Doch sobald die schwere Edelstahlrakel über die Leinwand gleitet, entscheidet der Moment: Wie reißen die feuchten Schichten auf? Welche tief liegenden Farben und Strukturen werden freigelegt? Und wo verschmelzen die Töne zu neuen Bruchkanten?
Meine Arbeiten leben von dieser ungefilterten, prozessualen Dynamik. Ich arbeite intuitiv und vorwiegend mit vielschichtigen, tiefen Farbtönen sowie spezifischen Materialkontrasten. Es entstehen großformatige Unikate mit spürbarer Haptik, einer klaren architektonischen Struktur und einer ruhigen, aber bestimmten Präsenz im Raum.


